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08.02.16

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03.02.16

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Top-News

Angesichts sehr niedriger Erzeugerpreise für Milch, Fleisch und Getreide hat die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken mehr Anerkennung für Lebensmittel und damit auch mehr Wertschöpfung für die ländlichen Räume gefordert. „Wir unterstützen unsere heimische Landwirtschaft, wenn wir ihre wertvollen Produkte zu angemessenen Preisen kaufen“, sagte Höfken heute auf dem Vieh- und Fleischtag Rheinland-Pfalz in Bitburg. Die Landwirtschaft und gutes Essen müssten den Verbrauchern etwas wert sein. Höfken wies darauf hin, dass sie in einem Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt gefordert habe, weitere Hilfsinstrumente für existenzbedrohte landwirtschaftliche Betriebe auf den Weg zu bringen. Notwendig sei unter anderem eine steuerliche Risikoausgleichsrücklage.

 

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau (BWV), Michael Horper, verlangte von der Politik, die Kosten für die bäuerlichen Familienbetriebe deutlich zu senken. Je nach Investitionslage, Produktionsspezialisierung und Vermarktungssituation stünden viele Betriebe am Abgrund. Deshalb müssten die Bundesregierung und die Europäische Union weitere Maßnahmen zur Unterstützung und Überbrückung der schwierigen Einkommens- und Erlössituation für die Bauernfamilien beschließen. Notwendig sei beispielsweise ein weiteres wirksames Programm zur Überwindung von Liquiditätsengpässen.

 

Nach Ansicht des Präsidenten der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Norbert Schindler, ist für die existenzbedrohende Krise in der Landwirtschaft in erster Linie der „brutale“ Preiswettbewerb im Lebensmitteleinzelhandel verantwortlich. „Die Landwirte bringen qualitativ hochwertige Nahrungsmittel auf den Markt und werden dafür mit Handelspreisen abgespeist, die meist nicht einmal die Erzeugerkosten decken“, kritisierte der Kammerpräsident. Der Verbraucher sei durchaus bereit, für gutes Fleisch, Milch, Obst und Gemüse sowie Produkte aus Getreide einen angemessenen Preis zu bezahlen, sei aber dem Handel genauso ausgeliefert wie der Erzeuger. AgE

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Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat die Landwirte dazu aufgerufen, ihre Erfahrungen mit dem Greening der Europäischen Kommission im Rahmen einer öffentlichen Konsultation mitzuteilen. „Bis zum 8. März 2016 sollten möglichst viele Praktiker den Fragebogen auf der Homepage der EU-Kommission beantworten“, appellierte der DBV heute in Berlin an seine Mitglieder. Die Brüsseler Behörde will nach eigenen Angaben auf dieser Grundlage im ersten Halbjahr 2016 erste Ansätze zur Vereinfachung und Entbürokratisierung des Greening vorstellen.

 

Man habe sich in den vergangenen Monaten bereits mehrfach mit wichtigen Entbürokratisierungsvorschlägen an EU-Agrarkommissar Phil Hogan gewandt und bekräftigt, dass Vereinfachungen auch tatsächlich bei den Landwirten ankommen müssten, betonte der Bauernverband. Der insgesamt 24-seitige Fragebogen der öffentlichen Konsultation sei allerdings kompliziert ausgefallen und gehe zum Teil an den eigentlichen Problemen vorbei, kritisierte der DBV. Umfang und Struktur des Fragebogens ließen befürchten, dass zu wenig EU-Bürger und insbesondere Landwirte zur Teilnahme an der Konsultation animiert wurden.

 

Dem Bauernverband zufolge behindern zahlreiche, viel zu komplizierte und uneinheitliche Vorgaben ein stärkeres Anlegen von streifenförmigen Greeningflächen entlang von Gewässern, Weg- und Waldrändern. Hier bestehe Verbesserungs- und Entwicklungspotential. Ebenso hätten die Greening-Auslegungen des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) und der EU-Kommission zu großem Unverständnis und Kritik bei den Landwirten geführt, so dass eine Klarstellung im Rahmen der EU-Verordnungen dringend erforderlich sei.

 

Die Teilnahme an der öffentlichen Konsultation der EU-Kommission zum Greening ist möglich unter [http://ec.europa.eu/eusurvey/runner/greening-first-year]. AgE

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