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Kritik an der zeitlichen Verzögerung bis zur Vorlage der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung hat der Deutsche Bauernverband (DBV) geübt. Viele Detailregelungen zur Umsetzung des Greening ab 2015 kämen für die Landwirte zu spät, um bei der jetzt anstehenden Herbstaussaat noch reagieren können, monierte der Bauernverband heute in einer Presseverlautbarung und verwies auf die Vorgaben bei den Randstreifen sowie für Leguminosen auf ökologischen Vorrangflächen. Nunmehr müssten Bund und Länder die Regelungen zur nationalen Umsetzung der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) so zügig wie möglich beschließen, damit die Landwirte Klarheit über die Vorgaben hätten.

 

Grundsätzlich unterstützt der Bauernverband den Ansatz des Bundeslandwirtschaftsministeriums, die verschiedenen Umsetzungsoptionen im Rahmen des EU-rechtlich Möglichen pragmatisch auszugestalten. Mit Blick auf das Einführungsjahr 2015 ist es dem DBV besonders wichtig, die Möglichkeit zum Anbau von Zwischenfrüchten und dessen Anrechnung als ökologische Vorrangflächen flexibel und praktikabel umzusetzen. Allerdings drohe gerade hier neue Bürokratie und Verunsicherung durch die vorliegende Verordnung.

 

So sehe der Entwurf sieht vor, den maximalen Anteil von 60 % einer Kulturart in der Mischung anhand des „Anteils der keimfähigen Samen der Mischung" zu bestimmen. Dies sei jedoch nach Einschätzung von Landwirten und Pflanzenzüchtern nicht praktikabel, weil bei vielen Zwischenfrüchten keine verlässlichen Daten über das Tausendkorngewicht vorlägen, erläuterte der Bauernverband. Zudem könne die Keimfähigkeit der Saatgutmischung je nach Lagerdauer im landwirtschaftlichen Betrieb schwanken. Besser wäre laut DBV, auf die üblichen Angaben im Saatguthandel zurückzugreifen, denen zufolge Saatgutmischungen nach dem Gewichtsanteil auf dem Etikett gekennzeichnet werden müssen. „Dies wäre eine klare, überprüfbare Definition“, so der Bauernverband. AgE

 

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Der von zahlreichen Landwirten beklagte Anstieg der Bodenpreise spiegelt sich auch in der amtlichen Statistik klar wider. Wie aus dem aktuell vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten Bericht zu den Kaufwerten landwirtschaftlicher Grundstücke hervorgeht, sind in Deutschland im vergangenen Kalenderjahr bei einer insgesamt spürbar kleineren Bodenmobilität deutlich höhere Preise für Flächen der landwirtschaftlichen Nutzung (FdlN) gezahlt worden als 2013.

 

Besonders hoch fielen die prozentualen Aufschläge mit 25 % in Bayern, jeweils gut 19 % in Niedersachsen und Thüringen sowie 17,5 % in Brandenburg aus. Ein deutliches Preisplus für FdlN verzeichneten auch Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen mit jeweils etwa 13 %. Die mit Abstand schwächste Teuerung wird für Sachsen-Anhalt mit 1,8 % ausgewiesen. Knapp unter 5 % blieben die Aufschläge im Landesmittel in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Für die 2013 in Baden-Württemberg, Hessen, im Saarland und in Schleswig-Holstein veräußerten Flächen waren im Mittel zwischen gut 6 % und etwa 9 % mehr zu zahlen als im Jahr zuvor.

 

Destatis zufolge stieg 2013 in den alten Ländern der Preis für Agrarflächen verglichen mit dem Niveau des vorangegangenen Jahres im Durchschnitt um 13,2 % auf 25 189 Euro/ha. In Ostdeutschland legten die Erlöse im Mittel um 13,6 % auf 10 510 Euro/ha zu. Für das gesamte Bundesgebiet leitet sich eine Verteuerung des den Besitzer wechselnden Acker- und Grünlandes um durchschnittlich 13,6 % auf 16 381 Euro/ha ab. Die Wiesbadener Statistiker selbst veröffentlichen keine prozentualen Änderungen und begründen dies damit, dass sich die statistischen Massen, aus denen die mittleren Kaufwerte ermittelt werden, jeweils aus anders gearteten Einzelfällen zusammensetzen.

 

Bundesweit insgesamt verringerte sich der Gesamtumfang an verkaufter FdIN laut Angaben von Destatis erneut deutlich, und zwar um 4,6 % auf 101 558 ha. Maßgeblich dafür war die Entwicklung in Ostdeutschland, wo das betreffende Verkaufsareal um 7,4 % auf 60 942 ha abnahm. In Westdeutschland erhöhte sich der Umfang trotz einer größeren Preisdynamik um 0,2 % auf 40 616 ha. Die FdIN weicht im Detail etwas von der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) ab. So gehören Areale aus dem Garten- und Weinbau zur LF, aber nicht zur FdlN. AgE

 

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